Der Weg des Fuß-und Hand Kampfes
Der Koreanische Lebensweg für Körper und Geist.
Taekwondo
ist eine koreanische Kampfkunst mit einer über 2000 Jahre alten Tradition. In seinem Ursprungsland ist Taekwondo zu einem Volkssport avanciert und wird als eine hervorragende Charakterschulung verstanden. Frei übersetzt bedeutet Taekwondo etwa "Die Kunst des Fuß- und Handkampfes". Genaugenommen bedeutet
Tae: Fuß, im Sprung treten und kennzeichnet die zu 70% im Taekwondo bevorzugt eingesetzten Beintechniken.
Kwon: heißt wörtlich Faust und steht für die Hand- und Armtechniken.
Do: Do ist ein Grundbegriff der östlichen Philosophie, ein Weg, der den Menschen letzendlich zu sich selbst führen soll. Ist auch dieser meditativ-philosophische Aspekt in den Hintergrund getreten, so kann Taekwondo dennoch als eine ausgezeichnete Möglichkeit angesehen werden, körperliches Wohlbefinden und somit auch seelische Ausgeglichenheit zu erlangen.
Trotz seiner langen Geschichte wurde Taekwondo erst nach dem zweiten Weltkrieg über die Landesgrenzen Koreas hinaus bekannt und verbreitete sich von da an über die ganze Welt. Seit der Olympiade in Seoul 1988 war der Taekwondo-Wettkampf mehrmals als Vorführdisziplin bei Olympischen Spielen vertreten und ist zur Olympiade 2000 in Sydney fest ins olympische Programm aufgenommen worden.
Für die meisten steht der Aspekt der Selbstverteidigung im Vordergrund für ihre Entscheidung, Taekwondo zu lernen. Viele sehen in dieser Kunst eine Möglichkeit, ihre Angst, Opfer einer Gewalttat zu werden, in den Griff zu bekommen. Diese Ängste bauen sich in aller Regel mit dem Fortschritt im Training ab. Allein das Wissen nicht wehrlos zu sein, hilft zu einem selbstbewusstem Umgang mit einer bedrohlichen Situation. Sofern eine Konfrontation unvermeidbar ist, hat man gelernt, sich erfolgreich zur Wehr zu setzen.
Wer Taekwondo erlernen will, sollte ein großes Maß an Beharrlichkeit mitbringen. Wichtig sind im Taekwondo Tugenden wie Geduld, Ausdauer, Freundschaft, Fairness und vor allem Respekt gegenüber dem Lehrer und den Mittrainierenden.
Unser Weg des Taekwondo
Wir versuchen „das Beste“ aus den jeweiligen verschiedenen TKD "Stilrichtungen" zu vereinen und zu lehren. Aus dem traditionellen und modernen System die Formen und die Art sie zu interpretieren sowie aus dem modernen Wettkampf die Schnelligkeit, Taktik und Zielgenauigkeit. Wir lehren sowohl die Poomsae als auch die traditionellen Hyong (Bewegungs-) Formen. Die traditionellen Formen interpretieren und laufen wir im ursprünglichen Hyong-Stil ohne den Sinus-Rhythmus. Wir trainieren den Wettkampf des Olympischen WT Wettkampfsystem im Vollkontakt.
Was brauche ich für das Training?
Ein T-Shirt, eine Sporthose reichen für die ersten Trainingseinheiten völlig aus. Eine Flasche Wasser solltet ihr auch in eurer Sporttasche dabei haben.
Für Kinder ab 8 Jahren, Jugendliche und Erwachsene.
Prüfungen im Taekwondo
Innerhalb des Taekwondo gibt es ein Rangsystem für Schüler (Jeja / Sunbaenim) und Meister, sowie für Großmeister (Kyosa-nim / Sabum-nim). Die Schülerstufen werden Kup genannt, die Grade der Meister heißen Dan. Dieses System dient der Einteilung der Schüler beim Training, sowie in die verschiedenen Klassen bei Meisterschaften. Gleichzeitig übt jede Farbe eine entsprechende spirituelle Ausstrahlung auf den Schüler aus und verpflichtet ihn dadurch auch seiner Graduierung gerecht zu werden.
Um nun Stufe für Stufe weiterzukommen und den dafür entsprechenden farbigen Gürtel tragen zu dürfen, muss der Schüler das für die einzelnen Stufen erforderliche Können vorweisen. Um dieses festzustellen legt er in gewissen Zeitabständen eine Prüfung ab. Bei Bestehen der Prüfung bestätigt eine Urkunde den Eintritt in die nächste Stufe.
Weiß steht für leere, Beginn, im Sinne eines unbeschriebenen Blattes. Dies ist die Farbe des Anfangs. Sie kann alle Farben annehmen und ist somit der Beginn deines Taekwondo Trainings. Weiß öffnet und erweitert, löst die Gefühle von Begrenztheit. Weiß aktiviert das Kronen- oder Scheitel-Chakra, dieses hat die Aufgabe Seele, Geist und Körper in Harmonie zu bringen.
Gelb symbolisiert den im Winter vorbereiteten Erdboden, der einmal Früchte tragen soll. Der Träger dieser Farbe hat also die Grundlagen für das spätere Wachstum schon geschaffen. Gelb belebt die Nerven und bringt heitere Gelöstheit. Gelb aktiviert das Solar Plexus- oder Milz-Chakra, dieses ist Ausgangspunkt für zwischenmenschliche Beziehungen.
Grün, die Farbe des Frühlings und des Wachstums, zeigt dass bereits erste Knospen sichtbar sind. Der Träger dieser Farbe hat schon aufsteigendes Leben aus den Grundlagen hervorgebracht. Grün vermittelt ein Gefühl von Frieden und Harmonie. Grün aktiviert das Herz-Chakra, dieses ist das Zentrum der Liebe und der Heilkräfte.
Blau deutet auf die Farbe und Weite des Himmels hin und deutet an, dass neben der körperlichen auch eine geistige Entwicklung stattgefunden hat, die letztendlich auch zu Höherem befähigt. Blau schenkt Ruhe und Weite, öffnet den Geist für spirituelle Inspiration. Blau aktiviert sowohl das Hals- als auch das Stirn-Chakra (drittes Auge). Das Hals-Chakra dient als Brücke zwischen Denken und Fühlen. Das dritte Auge steuert die Geisteskräfte und den Willen.
Die Signalfarbe Rot bedeutet „Achtung“, hier entsteht etwas Bedeutendes. Etwas Großes ist in Vorbereitung. Es ist die Farbe der Sonne und des Sommers, wenn alles blüht und reift. Wie im Sommer sind die Früchte schon zu sehen, sie müssen aber noch reifen. Der Träger dieser Farbe hält den höchsten Schülergrad. Rot belebt und wärmt das Herz, bringt Vitalität und Lebenskraft. Rot aktiviert das Wurzel oder Basis-Chakra, dieses hat die Aufgabe Erdverbundenheit herzustellen.
Das Schwarz des Meisters (Kyosa-Nim) steht für die Farbe des Herbstes, die Zeit der Reife und der Ernte. Sie schließt alle Farben in sich ein und verpflichtet den Träger der Achtung und dem Respekt seiner Schüler gerecht zu werden. Die Meistergrade sind aufsteigend nummeriert. Die Träger des 1. bis 4. Dan werden Meister (Kyosa-Nim) genannt. Die Träger des 5. bis 9. Dan werden Großmeister (Sabum-Nim) genannt und sind berechtigt, als Lehrer in der ganzen Welt tätig zu sein. Nach außen hin ist der Dan-Grad im Taekwondo nicht mehr am Gürtel erkennbar. Er sollte aber in den Leistungen und im Ansehen seines Trägers sichtbar werden.